Coca y democracia en bolivia y colombia aleman

Solo disponible en BuenasTareas
  • Páginas : 5 (1232 palabras )
  • Descarga(s) : 0
  • Publicado : 25 de agosto de 2010
Leer documento completo
Vista previa del texto
Essay zu dem Thema Schwache Staatlichkeit als globale Herausforderung - Effekte des Kokaanbaus und des Kokainhandels auf die Konsolidierung der Demokratie in Bolivien und Kolumbien. von Francisco Borrero L. (15.09.2009) Kriesi et. al. (1997) werten den Verlust der Handlungsfähigkeit von Staaten, der mit dem Prozess der Denationalisierung eintritt, als eine der zwei wichtigsten Herausforderungenfür die Demokratien im 21. Jahrhundert. Ein besonders wichtiger Aspekte dieses komplexen Zusammenhangs ist die Aufweichung der Grenzen zwischen den Nationalstaaten, die als Folge der zunehmenden Anzahl an gesellschaftlichen und ökonomischen Interaktionen statt findet. Von diesem Entgrenzungsprozess profitieren unter anderem transnationale kriminelle Organisationen. In Ländern mitStaatlichkeitsdefiziten verhindern diese Art von Gruppierungen die Durchsetzung des Gewaltmonopols des Staates und stellen die effektive Regierungsgewalt der der gewählten Volksvertreter in Frage. In Gesellschaften in denen die Staatlichkeit schwach ist und außerdem sozio-ökonomische Spaltungen stark ausgeprägt sind, besteht außerdem ein hohes Risiko gewaltsamer Konfliktaustragung. Vor allem im Norden Südamerikasstellt der Anbau von Koka und der Handel mit Kokaderivaten eine bedeutsame Finanzierungsquelle für transnationale kriminelle Organisationen. Daher stellt sich im Rahmen dieses Essays die Frage nach den Effekten des Kokaanbaus und des Kokainhandels, auf die Konsolidierung der Demokratie in Kolumbien und Bolivien. Dabei wird die idealtypische Definition von Demokratie und den Begriff derdemokratischen Konsolidierung nach Merkel (2009 i E.) aufgegriffen, und über die Folgen des Kokaanbaus und des Drogenhandls auf die gesellschaftlichen Konfliktlinien und die Parteiensysteme argumentiert. Da sowohl in Bolivien wie auch in Kolumbien die Präsidenten und das Parlament durch hinreichend freie und faire Wahlen bestimmt werden, können beide Länder als Demokratien eingestuft werden. Dennoch wird dasGewaltmonopol des Staates in beiden Ländern herausgefordert, dadurch werden sowohl die bürgerlichen Rechte wie auch die effektive Regierungsgewalt der gewählten Vertreter in Frage gestellt. Die politischen Freiheiten können angesichts der lückenhaften Staatlichkeit nicht voll ausgeübt werden. Aufgrund der vorhandenen Defizite in den verschiedenen Teilregimes müssen beide Länder als defekteDemokratien kategorisiert werden. (Vgl. BTI. ) Im Fall Kolumbiens ist ab Mitte des 20. Jahrhunderts ein komplexer Wandel der prägenden gesellschaftlichen Konfliktlinie festzustellen. Ausgehend von einer ideologischen Auseinandersetzung verwandelte sich die prägende gesellschaftliche Spannung Kolumbiens in einen gewaltsamen Konflikt um die Kontrolle der Drogenökonomie. Der ideologische Graben zwischen derkonservativen und der liberalen Partei konnte durch den gemeinsamen Ziel der

Essay zu dem Thema Schwache Staatlichkeit als globale Herausforderung - Effekte des Kokaanbaus und des Kokainhandels auf die Konsolidierung der Demokratie in Bolivien und Kolumbien. von Francisco Borrero L. (15.09.2009) Beseitigung des Militärregimes von Gen. Rojas Pinilla (1953-1957) überwunden werden. Die Abspracheder beiden Parteien ging über die Absetzung des Generals hinaus und legte außerdem die Abwechslung zwischen Liberalen und Konservativen für 16 Jahre in der Regierung, bei gleichmäßiger Verteilung aller politischen Ämter, fest. Der Elitenpakt erhielt später Verfassungsrang durch Plebiszit und wurde unter den Namen „Frente Nacional“ (Nationale Front) bekannt. (Vgl. Bushnell 2000) Neben derBeendigung des Militärregimes kann die dauerhafte Deeskalation des Konfliktes zwischen den Anhängern der traditionellen Parteien als wichtiger Erfolg der Nationalen Front gezählt werden. Die Front verringerte zwar die politische Konkurrenz zwischen den Parteien, verstärkte dafür aber den innerparteilichen Wettbewerb um die Plätze auf den Wahllisten. Diese innerparteiliche Konkurrenz verstärkte die...
tracking img