Frauenbilder im theater des siglo de oro von lope de vega

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  • Publicado : 25 de noviembre de 2010
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2. Einleitung

Félix Lope de Vega Carpio, geboren am 25.11.1562 in Madrid, war einer der wichtigsten spanischen Theaterdichter des Siglo de Oro und Begründer des spanischen Nationaltheaters. Er schrieb sehr viele Theaterstücke, geschätzt über 1500, die vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen wurden. Leider sind uns heute nur ca. 500 Theaterstücke Lope de Vegas erhalten. Lope de Vega stammteaus einer einfachen Familie. Er studierte bei den Jesuiten in Madrid und besuchte das Colegio de Alcalá de Henares, doch hat er seine Ausbildung nicht vollendet. Sein Leben war sehr aktiv und voller Affären mit Frauen. Einige von ihnen wurden von ihm sogar diffamiert und beleidigt. So wurde Lope de Vega in den Jahren 1588 bis 1595 vom Hofe verbannt. Nachdem er aus dem Exil zurückgekehrt war, wurdeer wegen seiner Diffamierungen verurteilt. Er heiratete mehrere Male, doch nach dem Tode seiner letzten Frau ließ er sich zum Priester weihen. Aber selbst dann führte er weitere Beziehungen mit wechselnden Frauen.

Wie es in seinem privaten Leben der Fall war, spielen schöne Frauen auch in seinen Stücken, die oft zum tragischen Ende führen, eine sehr große Rolle. Die Schönheit der Frauen und diezu rettende Ehre, auch der Ehemänner, enden in vielen seiner Stücke in Konflikten, indem die Männer bis zum Tode um die geliebte Frau kämpfen. Frauen werden von ihm also als etwas Verhängnisvolles dargestellt: Sie verführen die Männer mit ihrer Schönheit und verwickeln sie zum Beispiel in einen Kampf.

Man kann sagen, dass in Lope de Vegas Stücken autobiografische Elemente wiederzufinden sind,da er selbst nicht von schönen Frauen ablassen konnte, auch wenn diese verheiratet waren. Er wurde von schönen Frauen so sehr in den Bann gezogen, dass er selbst als Priester in die Falle der Schönheit geriet.

In dieser Seminararbeit geht es darum, die Frauenfiguren der Theaterstücke El acero de Madrid, Peribáñez y el Comendador de Ocaña und El caballero de Olmedo, sämtlich Theaterstücke desSiglo de Oro, unter folgenden Fragestellungen zu analysieren: Wie werden die Frauen dargestellt? Wie schafft Lope de Vega es, diese Frauen so attraktiv und begehrenswert zu gestalten?

Zuerst wird eine Inhaltsangabe der drei oben genannten Theaterstücke geliefert. Anschließend werden einige Beispiele hinsichtlich der schönen Frauen in den jeweiligen Stücken herausgearbeitet, um zu sehen, welcheKräfte diese besitzen.

3. Inhaltsangaben der Theaterstücke

3.1 El caballero de Olmedo

In Lopes comedia El caballero de Olmedo trifft Don Alonso, ein wohlhabender und aus guter Familie stammender Mann, eine hübsche Frau, Doña Inés, auf der feria. Don Alonso verliebt sich ohne Weiteres in sie und bittet Fabia, eine Kupplerin, ihr einen Brief zu geben, damit Doña Inés erfährt, was er für sieempfindet. Fabia erscheint im Hause von Inés als eine Kosmetikverkäuferin und überreicht Doña Inés den Liebesbrief. Plötzlich taucht Rodrigo auf, Inés’ Verlobter, was Inés daran hindert, Alonso eine Antwort zu schreiben. Später verfasst sie einen Brief an ihn, in dem sie ihn bittet, das grüne Seidenband, welches im Garten liegt, zu nehmen, damit sie Alonso erkenne. Auch hier wird die Handlungdurch Rodrigo und seinen Diener Fernando behindert. Rodrigo nimmt nämlich das grüne Band, während Doña Inés denkt, dass Fabia ihr eine Falle gestellt hat. Fabia aber erklärt ihr alles, um das Missverständnis zu beseitigen. Doña Inés − nachdem sie Don Alonso zum ersten Mal getroffen hat und keine andere Möglichkeit sieht, sich von Rodrigo zu befreien −, bittet ihren Vater, Don Pedro, sie Nonne werdenzu lassen, und möchte dafür Latein- und Gesangsunterricht nehmen. Fabia und Tello, Don Alonsos Diener, stellen sich als Lehrer dar, um Alonso zu helfen, sich mit Inés zu treffen. Jedoch kann Alonso Inés nicht sehen, da sie ja Nonne werden möchte. Er geht auf die feria de Medina, wo er von den Besuchern vergöttert wird, da er mit Tello gegen die Stiere kämpft. Rodrigo kann sich die Szene nicht...
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