Morphosyntax des amerikanischen spanisch

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Johann Wolfgang Goethe – Universität
Institut für Romanische Sprachen und Literaturen
Seminar: Morphosyntax des Spanischen SS08
Dozentin: Dr. Gugenberger
Referentinnen: Maria Erdmann, Sara Bertsche, Andreas Czeikowitz

Morphosyntax des amerikanischen Spanisch
1. Einleitung
In Amerika gibt es gegenwärtig 18 Staaten, in denen Spanisch gesprochen wird; in den USA leben insgesamt 42Millionen Immigranten, die Spanisch sprechen. Außerdem gibt es spanischsprachige Minderheiten in Belize und Trinidad. In Hispanoamerika sprechen insgesamt 330 Millionen Menschen Spanisch.

Sprachentwicklung:
Die spanische Sprache hat sich nach der Entdeckung Amerikas (1492) kontinuierlich auf dem Kontinent ausgebreitet. Dabei traf man auf verschiedene Kulturen und Sprachen, die besonders im Wortschatzund teilweise auch in der Phonetik und in der Morphosyntax einen Einfluss hatten. Zudem spielte bei der Entstehung des Spanischen in Amerika auch z.B. die Bevölkerungsvermischung und die Abkopplung von der weiteren Entwicklung des europäischen Spanisch eine Rolle.

2. Besonderheiten im Genus und Numerus
Genus
-In spanisch sprechende Länder in Amerika gibt es Abweichungen im Genus beiSubstantiven, die auf –e oder auf einen Konsonanten enden:
el puente (alto) y la puente (alta)
el pus (amarillo) y la pus (amarilla)

-Weiterhin gibt es Abweichungen bei Substantiven die auf –a und –o enden:
El radio/la radio; el clima/la clima; el hacha/la hacha; el piyama/la piyama

-Die jeweilige Variation kann je nach Gebiet vorkommen, oder einen semantischen Unterschied beinhalten:geographisch gebunden ( la azúcar blanca (im Küstengebiet Kolumbiens)
( el azúcar blanco (im Andengebiet Kolumbiens)
semantisch gebunden ( el chinche = die Wanze (Insekt)
( la chinche = die Reißzwecke

-Im Vergleich zum Kastillischen kommt es in der Volkssprache zu einer Ausweitung der Genusbildung.
So treten z.B. auf den Antillen, neben dem maskulinen Formen auch feminine Formenauf:
el ovejo / la oveja; el testigo / la testiga
la estudianta / el estudiante; la tigra / el tigre;

-Aufgrund von Interferenzen mit indigenen Sprachen kommt es in Paraguay, in Bolivien und im Andengebiet Perus zum Bruch der Konkordanz.
In Paraguay da das Guaraní keine Numerus- und Genusmorpheme besitzt
camisa blanco, ríos profundas

In Bolivien zwischen dem Objektpronomenund dem Substantiv bzw. Substantiv und Adjektiv:
Le he pedido que me lo traiga, mi bicicleta
Ahora está carísimo la vida

In Peru weil Quechua kein Genus kennt:
bueno, mi niñez fue rústico

Numerus
-Pluralbildung mit –ses
Auf den Antillen, in Kolumbien, Panamá, Perú und Venezuela wird der Plural bei Substantive mit betontem Endvokal mit –ses gebildet:
Los cafeses – loscafés
Los pieses – los pies
Los sofases – los sofás

-Plural mit –se
In der Dominikansichen Republik tritt bei Substantiven mit unbetontem -a das Morphem
–se auf: gallínase – gallinas
muchásase – muchachas

3. Possesivbegleiter
-Generell ist im amerikanischen Spanisch eine nachgestellte Struktur (=pospuesto), um einen Besitz anzugeigen, stärker ausgeprägt als eine vorangestellte.Diese nachgestellten Formen können sein:
a) (analytisch) de + Pronomen: la casa de nosotros (Umschreibung mit de)
b) (nicht analytisch) mit den Formen: la casa mía/tuya/suyo –a, -os, -as

-Im amerikanischen Spanisch ist die Verwendung der Possessivbegleiter mit Ortsadverbien weit verbreitet, auch wenn dieser Gebrauch als nicht korrekt gilt:
Al lado mío - Ami lado -

-Vorangestellte Possesivbegleiter können mit Substantiven als Ersatz des Artikels vorkommen: Me corté mi pelo - Me corté el pelo

4. Pronomen
Subjektpronomen im karibischen Raum:
-Im karibischen Raum treten die Subjektpronomen im Vergleich zum Kastillischen in höherer Frequenz auf. Zudem fällt auch eine „nicht invertierte“ (umgekehrte) pronominale Frageform auf; d.h. das...
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