Der grundlagenvertrag und deren einfluss auf der innenpolitik und dem alltag der ddr bürger

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  • Publicado : 16 de marzo de 2011
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EINLEITUNG

Am 7. Oktober 1949 wurde die DDR als sozialistischer Arbeiter- und Bauernstaat gegründet. Fast 41 Jahre später, am 3. Oktober 1990, verschwand die DDR als eigener Staat von der Weltkarte. 19 Millionen Menschen lebten in der stalinistischen Diktatur als sie gegründet wurde; kontinuierlich nahm die Bevölkerungszahl ab. Zwischen Isolation und Öffnung ist die Geschichte der DDRfaszinierend. Wie konnte das Leben innerhalb einer Diktatur angenehm sein? Wieso sind viele DDR-Bürger trotz der damaligen gut bekannten Schwierigkeiten und Freiheitsverstöße Stolz auf ihre Republik gewesen? Wurde die DDR wirklich als Staat anerkannt? Alle diese Fragen machen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der 40jährigen DDR-Geschichte eine obligatorische Aufgabe für Historiker.
Dievorliegende Arbeit konzentriert sich auf dem Alltag und der Innenpolitik der DDR, wobei die Zäsur 1972 (Grundlagenvertrag) der Zentralpunkt dieser Forschungsarbeit sein wird. Ziel dieser Arbeit ist es, die Festlegung der tatsächlichen Wirkung von dem Grundlagenvertrag auf der DDR und ihren Bürgern.
Im ersten Kapitel wird die politische- und soziale Situation der DDR von der Gründung bis zur Festigungder Republik (1970) betrachtet und analysiert. Ziel dieses Kapitel ist es die Lage der DDR vor dem Grundlagenvertrag zu bestimmen.
Im zweiten Kapitel wird die neue Ostpolitik näher betrachtet, so dass es klarer wird welchen Umständen zur der Unterzeichnung dem Grundlagenvertrag am 21. Dezember 1972 geführt haben.
Im dritten Kapitel wird der Grundlagenvertrag vorgestellt und analysiert.
Imvierten Kapitel befindet sich das wichtigste Teil dieser Arbeit. Hier wird versucht die Wirkung von dem Grundlagenvertrag zu messen. Dabei werden auch Forschungskontroversen einbezogen.
Letztendlich wird anhand der Ergebnisse von dem vier bearbeiten Kapiteln eine Schlussfolgerung präsentiert. Hier werden auch weitere Forschungsfragen vorgestellt, die hilfreich zur Diskussion und Verständigungsind. Entstandene Problemfelder können auch auf diesem Punkt erscheinen.
I. Die DDR vor 1972

Vier Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die „Deutsche Demokratische Republik“ auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone gegründet. Die DDR wurde als Volksrepublik gedacht und konstituiert – Doch später bezeichnete die DDR sich selbst als „sozialistischer Staat“. Geprägt von einemRealsozialismus und mit einer Einparteiendiktatur als Regierungsform, wurde die neugeborene Republik nach den Vorgaben der Sozialistischen Einheitspartei aufgebaut.
Drei Sachen charakterisierten die DDR jahrzehntelang: Die Abhängigkeit von der UdSSR, die Einbindung in den Ostblock sowie die Herrschaft der Staatspartei SED. Die Republik war eine kontinuierliche Geschichte von Widersprüche undKonflikte. „Auf die DDR, ein soziökonomisch hochentwickeltes Gebiet, wurden Herrschafts- und Gesellschaftsstrukturen übertragen, die aus der Rückständigkeit Russlands erwuchsen, nämlich die des Stalinismus“.
Während der Übertragung des Sowjetischen Modells waren politischer Druck und Terror eine alltägliche Situation für die DDR Bürger. 15 Todesurteil und über 75.000 Angeklagte wegen politischerDelikte gab es 1950. Das Ministerium des Innern hatte immer wieder an Macht gewonnen. Der politische Gestaltungsanspruch ist unbeschränkter geworden. So lässt sich behaupten, dass die DDR vom Anfang an, als eine Art autoritäre Diktatur mit totalitären Tendenzen konstituiert wurde. Am 8. Februar 1950 wurde das Ministerium für Staatssicherheit auf Beschluss der Volkskammer gebildet.
In die kommendenJahre hat das MfS mit Hilfe eines Netzes von (Geheim-)Agenten das öffentliche Leben der Bürger überwacht. Eine der Hauptaufgabe war es, jede Oppositionsversuch zu identifizieren. So wurden nicht nur Personen sondern auch Idealen ausgeschaltet. Es ist auf diesem Punkt fraglich, in wie weit (abgesehen von Ideologien) die Horror des NS-Zeiten für die DDR Bürger vorbei war.
Auf dem Versuch die DDR...
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