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RT Hon Tessa Jowell MP, Secretary of State for Culture, Media & Sport, UK

Keynote Creative Economy Conference, 5. Oktober 2005, London

Wie beziffert man den Wert einer Idee? Die ehrliche Antwort lautet: Man kann es nicht. Ideen sind die Voraussetzung eines jeden Fortschritts; sie sind der Dreh- und Angelpunkt jeglicher Entwicklung und Qualitätssteigerung.
Manche Ideen verursachen eineRevolution der Gesellschaft. Andere eine radikale Veränderung unserer Wirtschaft. Und die besten Ideen tun beides.
Dies ist eine Zeit dramatischer Veränderung.
Wir befinden uns in der Mitte einer seismischen Verschiebung der weltweiten Wirtschaftsaktivitäten.
China verbraucht die Hälfte der weltweiten Zementproduktion, mehr als ein Viertel der Stahlproduktion und ein Drittel des Eisenerzes. UndAsien verbraucht bereits 30 Prozent der weltweiten Öllieferungen.
Indien und China stellen fast zwei Fünftel der weltweiten volkswirtschaftlichen Bevölkerung – fünfmal mehr als die EU.
Ein Drittel des weltweiten Wachstums seit dem Jahr 2000 wurde von China beigetragen. China betreibt nun 7 % des Welthandels, wobei das Land unter anderem 30 % der welt-weiten Produktion an Fernsehern, 50 % derKameras und 70 % der Fotokopierer herstellt.
Asien steht kurz davor, eine größere Exportregion zu werden als Europa.
Bald könnte die Hälfte der in Fabriken hergestellten Waren aus Entwicklungsländern stammen.
Und diese großen Veränderungen führen zu ebenso großen Herausforderungen. Es ist kein Geheimnis, dass Europa mit wachsendem Wettbewerb aus den Entwicklungsländern zu kämpfen hat.
Angesichtsdieser Fakten mögen sich einige Zuhörer bemüßigt fühlen, sich zurückzulehnen und den vergangenen Zeiten nachzutrauern.
Aber das ist nicht die Antwort.
Wir können nicht so tun, als würde diese Veränderung nicht stattfinden. Und wir dürfen nicht zulassen, dass uns die Geschwindigkeit dieser Veränderung überholt.
Europa muss eine einheitliche Front bieten, in die Zukunft schauen, sich an dieveränderte Lage anpassen und die Möglichkeiten nutzen, die die Veränderung bietet.
Wir können mit “Produziere-große-Mengen-und-verkauf-sie-billig”-Handelsstrategien nicht konkurrieren. Aber die Wahrheit ist, dass wir das auch nicht müssen.

Wir müssen uns darauf konzentrieren, wo unsere Stärken liegen – in der Wertsteigerung durch Innovation und Kreativität.
Wir müssen in die Fähigkeiten und dasPotential der Menschen investieren und eine Umgebung schaffen, in der Kreativität florieren kann und Unternehmertum belohnt wird.
Wir müssen das umsetzen, was wir mit der Lissabon-Agenda versprochen haben.
Verbinden wir das mit der Tatsache, dass das Tempo der technologischen Veränderung zu keinem bisherigen Zeitpunkt in unserer Geschichte so schnell und weit reichend war, dann wird klar, warumunsere Kreativwirtschaft eine immer zentralere Bedeutung bekommt.
Eine gesunde Kreativwirtschaft ist existenziell, wenn die europäische Wissensgesellschaft weiterhin erfolgreich gedeihen soll.
Dies ist eine Zeit dramatischer Veränderung.
Zwei Welten, die Kultur und die Technologie, sind aufeinander getroffen und bilden ein Universum der neuen Möglichkeiten und neuen Gelegenheiten, um auf Inhaltezuzugreifen, sie zu konsumieren und zu erschaffen.
Analysten sagen voraus, dass bis 2010 die Konvergenz weltweit zu einer Bewertungs- und Erlösverschiebung im Wert von einer Billion Dollar in den konvergierenden Wirtschafts-bereichen führen wird.
Wer hätte denn noch vor ein paar Jahren gedacht, dass zehn Millionen Menschen ihre gesamte Musiksammlung auf einem iPod speichern, der nicht größer istals ein Handy?
Oder dass die Menschen ihre Musik mehr und mehr aus dem Netz herunterladen, anstatt sie im Geschäft zu kaufen? Und doch wurden 2004 im Vereinigten Königreich, den USA und in Deutschland alleine 200 Mio. Lieder herunter geladen. Und die Anzahl der Online-Dienste, die Musik verkaufen, sprang auf 230 – von denen mehr als 150 aus Europa stammen.
Vor acht Jahren konnte kaum jemand...
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